Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Nachträglicher Einbau einer Weißen Wanne mit über 1.400 m2 Grundfläche

Vom Problemkiez zum Szeneviertel: Der Berliner Bezirk Kreuzberg hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Doch dieser schnelle Wandel bringt auch Probleme mit sich, denn viele Immobilien befinden sich nach wie vor in einem schlechten Zustand. Gerade im Bereich der Gebäudeabdichtung wird und wurde in Kreuzberg häufig am falschen Ende gespart. Die Folge: Viele Objekte besitzen keine geeignete Abdichtung, Keller und Mauerwerke sind feucht und durch steigende Grundwasserstände und höhere Nutzungsanforderungen werden die Probleme noch verschärft.

 

Eindringendes Grundwasser hatte die Tiefgarage unbenutzbar gemacht

Mit einer geeigneten Abdichtung kann jedoch fast jedes Feuchtigkeitsproblem gelöst werden, wie die erfolgreiche Sanierung einer Tiefgarage in der Kreuzberger Obentrautstraße zeigt. Auch wenn das klassizistische Bauwerk am Tempelhofer Ufer von außen einladend aussieht, wurde die Tiefgarage des Gebäudes in den letzten Jahren zunehmend zum Problemfall: Nach und nach drang immer mehr Grundwasser in das Untergeschoss ein, bis die Tiefgarage schließlich unbenutzbar wurde. Drytech erstellte daraufhin für den Auftraggeber ein Abdichtungskonzept, bei dem Wirtschaftlichkeit und Funktionalität im Vordergrund standen.

 

Nachträgliche Abdichtung der Bodenplatte mit einer Weißen Wanne System Drytech

Besonders die nachträgliche Abdichtung von Bodenplatten im drückenden Wasser stellt Planer und Ausführende regelmäßig vor Schwierigkeiten. Aufgrund des Wasserdrucks, den das Grundwasser auf ein Bauteil ausübt, ist es meist nicht möglich, die bestehende Bodenplatte einfach abzudichten. Der anstehende Wasserdruck entwickelt dabei so große Kräfte, dass Bodenplatten, die statisch dafür nicht ausgelegt sind, einfach aufbrechen oder aufschwimmen. Um die anstehenden Wasserdrücke aufzunehmen, entschied sich der Bauherr für die Abdichtung mit einer nachträglich eingebauten Weißen Wanne System Drytech, bei der die Auftriebssicherung über das reine Gewicht der Bodenplatte erfolgte.

 

Reduzierung von Zwangsspannungen durch das Vorplanen von Sollrissen

Bei der Weißen Wanne System Drytech wird eine unkontrollierte Rissbildung in der Bodenplatte durch ein Vorplanen der Risse vermieden. Diese Risse werden mit den DRYset-Sollrissprofilen erzeugt. Somit werden frühe Zwangsspannungen, wie sie durch die abfließende Hydratationswärme nach dem Betonieren entstehen, abgebaut und das Bauteil wird konstruktiv entspannt. Ist der Beton ausgehärtet, werden die Bauteilfugen über die Verpressung des Abdichtungsharzes DRYflex vollflächig geschlossen.

Durch die geeignete Anordnung von Sollrissquerschnitten werden entsprechend der WU-Richtlinie die Zwangsspannungen so weit vermindert, dass die rissbreitenbeschränkende Bewehrung reduziert werden kann. Dies war auch bei der Tiefgaragensanierung in der Obentrautstraße der Fall: Dank des Sollrisssystems von Drytech war die rein statisch benötigte Bewehrung aus Eigen- und Verkehrslast maßgeblich. Auf eine rissbegrenzende Zulagebewehrung konnte verzichtet werden, indem die Sollrisse an den vorgegebenen Zwangspunkten (Einzelstützen) ausgerichtet wurden.

 

Eine Weiße Wanne System Drytech erfüllt die Anforderungen der Nutzungsklasse A

Eine Reduzierung der Bewehrung bringt wirtschaftliche Vorteile mit sich, es gibt jedoch noch weitaus wichtigere Faktoren, die für den Einsatz einer Weißen Wanne mit Sollrissvorgaben sprechen: Denn während die Weiße Wanne System Drytech durch eine Minimierung der Zwangsspannungen die Anforderungen an eine hochwertige Nutzung der Nutzungsklasse A erfüllt (diese werden bereits bei Mieterkellern gefordert – vgl. DBV-Merkblatt: Hochwertige Nutzung von Untergeschossen), ist dies bei einer rissbewehrten Bodenplatte nicht der Fall.

Außerdem wird bei einer zwangsbewehrten Bodenplatte die unkontrollierte Rissbildung für die eingesetzten Beschichtungsmaterialien zum Problem: Starre Systeme können diese Risse nicht überbrücken, während flexible Systeme eine geringere Dauerhaftigkeit aufweisen und osmotischen Drücken nicht standhalten können.

Bei der Weißen Wanne System Drytech hingegen sind starre Beschichtungssysteme nach dem DBV-Merkblatt „Maßnahmen zum Schutz vor Chlorideintrag bei Parkbauten“ einfach und sicher zu planen, da Risslängen und Risslagen bereits in der Planungsphase bekannt sind. Hinzu kommt, dass mit der Drytech-Injektionsabdichtung, durch die der gesamte Bauteilquerschnitt verpresst wird, auch die schwierigsten Bereiche und Anschlüsse in Bestandsbauten erreicht werden können.

 

Auch zwei Fahrstuhlschächte mussten druckwasserdicht abgedichtet werden

Bei der Tiefgaragensanierung in der Obentrautstraße musste jedoch nicht nur die rund ca. 1.400m² große Grundfläche gegen drückendes Wasser abgedichtet werden mussten, sondern auch die Außenwände und zwei Fahrstuhlschächte. Hier war ein anderes Vorgehen notwendig, denn gerade in den Fahrstuhlschächten ist der Einbau von WU-Aufkantungen nicht möglich, da der Platz für die Fahrstühle benötigt wird. Drytech dichtete deswegen die Wände der Fahrstuhlschächte durch Injektion und den Einsatz von Negativabdichtungssystemen druckwasserdicht ab – und konnte dadurch komplett auf WU-Aufkantungen verzichten.

 

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Bildergalerie

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Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Die Begehung vor der Sanierung war nur mit Gummistiefeln möglich.

 

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Vor der Sanierung.

 

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Vor der Sanierung.

 

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Die Anschlüsse an bestehende Bauteile wurden mit DRYset-Injektionsprofilen versehen.

 

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Zügige Umsetzung der Betonierarbeiten.

 

Berlin-Kreuzberg: Sanierung einer Tiefgarage

Die fertige, druckwasserdichte Bodenplatte kurz vor der Nutzung.

Die stattliche Fassade des Gebäudes aus der Zeit des Klassizismus.

Die stattliche Fassade des Gebäudes aus der Zeit des Klassizismus.

Die Begehung vor der Sanierung...

Die Begehung vor der Sanierung...

...war nur mit Gummistiefeln möglich.

...war nur mit Gummistiefeln möglich.

Nach dem Abpumpen des Wassers...

Nach dem Abpumpen des Wassers...

...wurde die bestehende Bodenplatte als Sauberkeitsschicht genutzt.

...wurde die bestehende Bodenplatte als Sauberkeitsschicht genutzt.

Die Anschlüsse an die bestehenden Bauteile...

Die Anschlüsse an die bestehenden Bauteile...

...wurden mit DRYset Injektionsprofilen versehen.

...wurden mit DRYset Injektionsprofilen versehen.

Gemäß dem Drytech Abdichtungsplan...

Gemäß dem Drytech Abdichtungsplan...

...wurden die DRYset Sollrisselemente ...

...wurden die DRYset Sollrisselemente ...

...im Stützenraster eingebaut.

...im Stützenraster eingebaut.

Die Betonierarbeiten konnten...

Die Betonierarbeiten konnten...

...in einem Arbeitsgang ausgeführt werden.

...in einem Arbeitsgang ausgeführt werden.

Die Nachbehandlung erfolgte durch Abdecken mit fester Baufolie.

Die Nachbehandlung erfolgte durch Abdecken mit fester Baufolie.

Das Abdichten der Sollrisselemente...

Das Abdichten der Sollrisselemente...

...und der Anschlußfugen...

...und der Anschlußfugen...

...erfolgte im Hochdruck-Injektionsverfahren...

...erfolgte im Hochdruck-Injektionsverfahren...

...mit dem elastischen Injektionsharz DRYflex.

...mit dem elastischen Injektionsharz DRYflex.

Die fertige, druckwasserdichte Bodenplatte kurz vor der Nutzung.

Die fertige, druckwasserdichte Bodenplatte kurz vor der Nutzung.

 

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